Was nach der Corona-Krise auf unsere Hunde zukommt

Seit Mitte März gelten erhebliche Ausgangsbeschränkungen, viele Menschen sind in Kurzarbeit oder im Home-Office tätig. So belastend die Situation für uns auch ist, unsere Haustiere scheinen nicht betrübt zu sein über die ständige Anwesenheit ihres Frauchens/Herrchens. Wir sind 24/7 für unsere Haustiere da, ob zum Kuscheln, zum Spielen oder für (wenn auch eingeschränkte) Spaziergänge.


Nun sind Hunde gewöhnt, dass man ständig zur Verfügung steht und bauen ein Übermaß an Abhängigkeit zu ihrem „Rudel“ auf. Lässt man sie jetzt plötzlich wieder alleine, weil man wieder zur Arbeit muss, kann das fatale Folgen haben. Besonders junge Hunde werden es nicht leicht haben, sich an die wieder veränderte Situation zu gewöhnen.

Hunde reagieren ganz unterschiedlich auf solche Stresssituationen, die einen fangen an zu bellen und jaulen, während die anderen Möbel zerstören oder sich im schlimmsten Fall selbst verletzen. Wie auch bei uns Menschen gibt es ein gewisses Maß an positivem Stress, wird dieses aber überreizt, wie zum Beispiel mit dem plötzlichen Alleinlassen, verwandelt er sich in negativen Stress.



Schwierig ist und wird es auch für Hundehalter, die erst vor kurzem einen Welpen oder Junghund zu sich geholt haben. Durch die Ausgangsbeschränkungen ist auch der Kontakt zu anderen Menschen und Hunden eher schwierig, wobei die Sozialisation der Welpen teilweise ausfällt.

Dadurch kann es bei neuen Hundebegegnungen ebenfalls zu Stress kommen und dies auch Auswirkungen auf die Entwicklung des Tieres haben.

Was sollte man also tun?


Der Hund sollte wieder schrittweise ans Alleinbleiben gewöhnt werden, so wie sie es auch schon früher gelernt haben. So kann man zunächst einmal ohne Hund eine Stunde in einem anderen Zimmer verbringen, alleine in den Garten oder Innenhof gehen. Tägliche Routine für uns Menschen und unsere Vierbeiner sollte auch jetzt stattfinden. Am besten übernimmt man hier die Fütterungs- bzw. Gassigehzeiten die man schon vor der Ausgangsbeschränkung hatte.

Junge Hunde sollten dennoch Kontakt zu anderen Hunden haben, damit ist nicht unbedingt der direkte Körperkontakt zwischen zwei Hunden gemeint. Hunde kommunizieren viel mit ihrer Körpersprache und davon können die Kleinen auch beim Zuschauen viel lernen.

Bei jungen Hunden, aber ebenso bei älteren kann man diese Zeit auch nutzen, um alte Kommandos zu wiederholen und neue Tricks zu lernen.


Falls es Fragen gibt zum Training, wie ihr eurem Hund am besten das Alleinsein beibringt, oder wie ihr besonders bei Welpen und Junghunden die bestmöglichste Erziehung während dieser Zeit gewährleisten könnt, könnt ihr mich gerne kontaktieren und ich helfe so gut es geht auf Distanz.


72 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen