Väter im Tierreich - Vatertag-Spezial

Auch wenn der Vatertag meist nicht dieselbe Aufmerksamkeit bekommt wie der Muttertag, verdienen die Väter genauso viel Respekt! Was wären wir nur ohne sie? Wer würde uns denn dann beibringen, dass Väter alles wissen, Mamas aber doch Recht haben?


Die meisten wissen glaub ich gar nicht, was für tolle Tierpapas es gibt, was sie auf sich nehmen und, dass viele davon sich sogar alleine um den Nachwuchs kümmern.

Seepferdchen sind wohl das bekannteste Beispiel für aufopfernde Väter im Tierreich.

Männliche Seepferdchen werden schwanger und tragen ihren Nachwuchs 10-40 Tage, je nach Art, in ihrer Bauchtasche. Wissenschaftler fanden heraus, dass diese Bauchtasche der menschlichen Plazenta ähnelt, die Jungtiere werden mit Nährstoffen versorgt und es findet ein Gasaustausch statt. Beim Einsetzen der Geburt klammert sich das Männchen mit seinem Schwanz an eine Wasserpflanze und pumpt die Jungtiere hinaus. Die Anzahl der Seepferdchen-Babys hängt davon ab, wie viele in den Brutbeutel passen, es können also zwischen 10-1500 Stück sein. Es kommt sogar vor, dass das Männchen bei oder während der Geburt aufgrund der großen Anstrengung stirbt. Wenn das nicht tolle Papas sind, weiß ich auch nicht!



Nicht nur unter Wasser können wir liebevolle, alleinerziehende Väter finden.

Nandus gehören zu den Laufvögeln und kümmern sich alleine um ihren Nachwuchs.

Ein Nandu-Männchen schart mehrere Hennen um sich, welche dann die Eier in das vom Vater vorbereiteten Nest legen. Nachdem sie die circa 13-30 Eier abgelegt haben, ziehen die Weibchen weiter und der Hahn bleibt zurück. Während den 35-40 Tagen in denen sie brüten, sind Nandu-Männchen sehr aggressiv und dulden keine Eindringlinge. Nachdem die Küken geschlüpft sind, bleiben sie etwa 6 Monate bei ihrem Papa und geben Pfeiflaute von sich, um nicht verloren zu gehen. Falls doch eines der Küken verloren geht, kommt es vor, dass es von einem anderen Hahn adoptiert wird.


Kaiserpinguine teilen sich das Sorgerecht.

Sie bauen keine Nester, sondern scharen sich zu großen Gruppen zusammen. Die Weibchen legen ein Ei und machen sich dann auf den Weg ins Meer zurück, um auf Nahrungssuche zu gehen. Die Väter bleiben mit ihrem Eier, welches sie auf ihren Füßen unter der Bauchfalte tragen, um es warm zuhalten. Die Küken schlüpfen nach circa 64 Tagen und bleiben noch in der Bauchfalte, wo sie es kuschelig warm haben. In dieser Zeit verlieren die Kaiserpinguin-Männchen bis zu einem Drittel ihres Gewichts und konzentrieren sich nur auf ihren Nachwuchs, bis das Pinguin-Weibchen von seiner Jagd zurückkehrt.


Es kommt auch nicht selten vor, dass Männchen gemeinsam Jungtiere aufziehen, sowie zum Beispiel bei Vögeln.

In einem britischen Vogelpark lebten Carlos und Fernando, die 5 Jahre lang verpartnert waren und auch Brutversuche gestartet haben. Sie bauten Nester zusammen und versuchten immer wieder, die Eier anderer Flamingos zu entführen, um diese dann auszubrüten.

Im Jahr 2007 fanden die Pfleger ein Ei, das zurückgelassen wurde, brüteten es im Inkubator aus und das Küken wurde vorsichtig in ein altes Ei, das präpariert wurde, gesetzt.

Das Küken wurde in ein anderes Ei gesetzt, da die erste Kontaktaufnahme mit den Eltern schon passiert, während es noch im Ei ist. So wird das Jungtier später auch von den Eltern angenommen.

Dann wurde es den beiden Vögeln ins Nest gelegt und kurze Zeit später schlüpfte es zum zweiten Mal, doch diesmal im Angesicht seiner beiden Väter.

Männliche Flamingos können genauso die sogenannte Kropf-Milch produzieren wie Weibchen, wodurch es kein Problem war, dass die beiden das Küken sofort annahmen und aufzogen. Bei Flamingos bilden sich häufig schwule Paare- besonders, wenn es zu wenige Weibchen gibt.



Papas sind liebevoll und beschützen ihre Kinder, egal ob im Tierreich oder bei uns Menschen.


An alle Väter da draußen:

Ich wünsche euch einen schönen Vatertag!


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