Berühmte Hunde der Geschichte

Es gibt viele berühmte Hunde auf der Leinwand oder auch in Cartoons, doch ich will euch heute ein paar der berühmtesten Hunde vorstellen und ihre wahre beeindruckende Geschichte!



HACHIKO

Hachiko-Statue am Bahnhof Shibuya in Tokio

Hachiko war ein japanischer Akita und wurde am 10. November 1923 geboren. Kurze Zeit später wurde er der Hund von Professor Ueno, der in Tokio lebte und lehrte. Hachiko holte sein Herrchen jeden Tag vom Bahnhof Shibuya ab. Dieser starb 1925 während einer Vorlesung an einer Hirnblutung, doch das Tier setzte auch nach dem Tod seines Besitzers seine Gewohnheit fort. Hachiko wurde an Verwandte übergeben, er lief aber kurz darauf weg.

Hachiko

Er wartete weiterhin jeden Tag auf sein Herrchen auf dem Bahnhof. Anfangs war er eher ungern gesehen, doch nach den Jahren bekam er sogar einen Schlafplatz und Bekannte und Bahnhofsangestellte kümmerten sich um ihn. Er wurde durch einige Artikel in ganz Japan bekannt und zum Inbegriff des treuen Hundes. 1934 wurde ihm zu Ehren eine Bronzestatue errichtet, die den Hund darstellt. Hachiko starb am 8.März 1935, bis dahin wartete er jeden Tag seines Lebens auf sein verstorbenes Herrchen am Bahnhof Shibuya.


Falls du die Geschichte noch nicht kanntest und dich interessiert, es gibt zwei Verfilmungen über Hachikos Leben. „Hachiko Monogatari“ von 1987 aus Japan und „Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft“ von 2009 aus den USA.



BUMMER & LAZARUS

BrokenSphere,Bummer and Lazarus plaque, Transamerica Redwood Park,CC BY-SA 4.0



Bummer und Lazarus waren zwei Streuner und lebten um 1860 in San Francisco , sie sind bis heute Bestandteil der dortigen Kulturgeschichte.

Bummer

Bummer war ein Neufundländermischling der in der Montgomery Street, im Financial District lebte. Durch seine Fähigkeit als Rattenfänger wurde er geduldet.



Lazarus

Später gesellte sich Lazarus zu ihm, eine Promenadenmischung, die Bummer vor einem größeren Hund rettete. Von dem Tag an waren die beiden unzertrennlich und auch Lazarus erwies sich als ausgezeichneter Rattenjäger.



Bald wurde die Presse auf die beiden aufmerksam und berichtete immer öfter über ihre Taten. So schrieben sie zum Beispiel, dass die beiden einen Verbrecher stellten oder ein durchgegangenes Pferd stoppten.

Lazarus starb im Oktober 1863, Bummer 2 Jahre drauf ebenfalls im Oktober. Beide wurden ausgestopft und wurden später sogar in einem Museum ausgestellt, bis dieses bei einem großen Erdbeben 1906 zerstört wurde. Heute erinnert eine Gedenkplakette, an der Transamerica Pyramid, dem höchsten Wolkenkratzer der Stadt, an die beiden.



RED DOG


Anthony b Loveridge,Red Dog Statue Front View,CC BY-SA 3.0


Tally Ho, besser bekannt als Red Dog oder Bluey, war ein australischer Kelpie/ Cattle Dog Mischling, wurde 1971 geboren und lebte in Australien. Als er ein Jahr alt war, zogen seine Besitzer mit ihm nach Dampier, wo er auf Red Dog umbenannt wurde aufgrund des roten Sandstaubs auf seinem Fell. Aus dem neuen Zuhause riss er aus und lebte danach auf der Straße. Er legte sich an den Straßenrand und wurde von vorbeifahrenden Fahrzeugen mitgenommen oder von deren Insassen verpflegt. Er bekam schnell die Aufmerksamkeit der Medien und reiste oft zwischen Dampier und Karratha, circa 20 km entfernt, indem er den Arbeiterbus nutzte. Auch soll er 1300km entfernt in Perth gesichtet worden sein. Er trug ein Halsband mit der Aufschrift Red Dog Bluey, auf der anderen Seite soll „I`ve been everywhere mate“ zu Deutsch „Ich bin überall gewesen, Kamerad“ geschrieben gewesen sein. Es ist bekannt, dass er in Autos und Lastwägen immer den vorderen Sitz neben dem Fahrer eingenommen haben soll. Zu dem Busfahrer John Stazzonelli soll er eine besonders Beziehung gehabt haben und begleitete ihn während seiner Arbeit, immer auf dem Sitz direkt hinter ihm. Später erhielt er ein eignes Bankkonto, eine Mitgliedschaft im Dampier Club, sowie der Metal Trades Union. Red Dog verstarb 1979 und beerdigte ihn in einem unmarkierten Grab. Heute erinnert nicht nur der gleichnamige Film „Red Dog“, sondern auch eine drei Tonnen schwere Bronzestatue in Dampier an diesen außergewöhnlichen Hund.




JUST NUISANCE

Lindsay Hawthorne,Just Nuisance Statue,CC BY-SA 3.0


Just Nuisance, geboren als Pride of Rondebosch 1937 in Kapstadt-Rondebosch, war ein Doggenrüde, der als einziger Hund formell als Vollmatrose der Royal Navy geführt wurde. Er wurde von seinem Besitzer Benjamin Chaney nach Simon´s Town gebracht, wo dieser eine Unterkunft für Seeleute leitete. Just Nuisance fuhr oft mit den Matrosen in den Zügen mit. Tagsüber lag er gerne an Deck der HMS Neptune, einem Kreuzer, herum, jedoch nicht zur Freude der Matrosen, da er nur im Weg lag und sich kaum wegbewegen ließ. Die Matrosen versuchten ihn zu verstecken, da er vom Zugpersonal hinausgeworfen wurde, was aufgrund seiner Größe nicht einfach war.

Später wollte die Eisenbahngesellschaft ihn einschläfern lassen, falls er weiterhin ohne Besitzer und Fahrschein mitfuhr. Der zuständige Kommandant löste dieses Problem, indem Just Nuisance am 25. August 1939 in die Royal Navy aufgenommen wurde, denn Kriegsfreiwillige durften gratis fahren. So wie jeder musste er einen Tauglichkeitstest bestehen und unterschrieb das Eintrittsformular mit seinem Pfotenabdruck. Während seiner Dienstzeit erwies er sich als guter Zuhörer für die dortigen Matrosen die im zweiten Weltkrieg dienten, schlichtete Streit, indem er sich dazwischen stellte, beging jedoch auch Dienstverstöße, wie zum Beispiel das Schlafen in einem Offiziersbett. Am 1. Januar 1944 wurde er aus dem Dienst entlassen und wurde am 1. April eingeschläfert. Heute gehört er zur lokalen Kultur in Simon´s Town und im Stadtmuseum werden bis heute sein Halsband, Fotografien und Papiere ausgestellt.

38 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen